11.04.2014

Antrag der Bürgergemeinschaft im Stadtrat

Wiederstellung von Freizeitanlagen für Jugendliche, hier Skaterpark in Rheinnähe und Mountainbikeanlage im Wäldchen in Speyer-Nord

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

I. zunächst der notwendige Deckungsvorschlag, eine Einsparung in Höhe von 299.000 Euro:...

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Familien, Kinder, Jugendliche, Gleichberechtigung

  1. Wir wollen, dass es in Deutschland wieder mehr Kinder gibt.
  2. Wir wollen nicht, dass Kinder zu haben,
    für Menschen mit geringen Einkommen Armut,
    für Menschen mit mittleren Einkommen schwerer Wohlstandsverlust und
    für Frauen mit hohen Einkommen das Karriereende bedeutet.
  3. Frauen sind solange nicht wirklich gleichberechtigt, solange Kinder zu haben und einen Beruf auszuüben und Karriere zu machen, nicht für Frau und Kinder gut vereinbar sind.
  4. Kinder sind die Zukunft von allen und sollen deshalb von allen bezahlt werden.
  5. Kein Kind darf in unserer Gesellschaft  verloren gehen.
  6. Nach unserer festen Überzeugung kann nur ein einziges Ziel überhaupt dauernde Mehrausgaben rechtfertigen, nämlich die Schaffung von Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Jede Familie muss die Möglichkeit haben, Kinder jeden Alters halbtags oder ganztags betreuen zu lassen - wie in Frankreich und Schweden. Vorbildlich ist für uns vor allem Frankreich, das es als einziges Industrieland geschafft hat, durch seine Familienförderung und die umfassenden Betreuungsmöglichkeiten wieder auf immerhin 1,9 Kinder pro Frau (in Deutschland 2003: 1,34 Kinder pro Frau) zu kommen. Dies ist auch ein landes- und bundespolitisches Ziel der BG Speyer. Einstweilen soll komunalpolitisch in Speyer alles getan werden, was möglich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Dieses Ziel ist so wichtig, dass zu seiner Finanzierung sinnvolle personelle Umschichtungen aus anderen städtischen Bereichen unter Ausnutzung möglicher Rationalisierungpotentiale in größtmöglichem Umfang durchgeführt werden sollen. Zunächst sollen in der nächsten Wahlperiode 10 % der Kosten der Verwaltung in den Betreuungsbereich umgeschichtet werden.
  7. Unser wichtigstes Ziel ist: Kein Kind darf verloren gehen. Die Ausbildung der Erzieherinnen und Lehrer ist zu sehr am gesunden Normalkind orientiert. Um alle Kinder fördern zu können, muß deren Ausbildung systematisch hinsichtlich der Förderung verhaltensauffälliger und entwicklungsgestörter Kinder verbessert werden. Vorhandenes Personal ist fortzubilden.
  8. Jedem Kind muss die kostenlose Möglichkeit eröffnet werden, die deutsche Sprache zu erlernen.
    Kinder, die kein Deutsch können, in eine normale Klasse zu stecken ist grausam und unverantwortlich - unverantwortlich auch gegenüber den anderen Kindern. Kindern, die die deutsche Sprache nicht sprechen, muss zunächst ganztags in eigenen Klassen unsere Sprache beigebracht werden, bevor sie nach erfolgreichem Test, nun mit echten Chancen einer normalen Schulklasse zugeteilt werden.
  9. Die Qualität aller pädagogischen Einrichtungen ist regelmäßig und objektiv von außen zu prüfen.
  10. Eltern soll die Möglichkeit geboten werden, das Erziehen zu lernen. Insbesondere müssen Angebote zum Erlernen von Fördermaßnahmen bei speziellen Problemen geschaffen werden.
  11. Selbsthilfe von Eltern durch gegenseitige Hilfe beim Betreuen von Kindern, in Spiel- und Betreuungsgruppen wollen wir unterstützen.
  12. Wir wollen nicht, dass Kinder und Jugendliche, weil kein Platz für sie da ist, nur vorm Fernseher- oder Computerbildschirm verkümmern oder beim Ausleben ihres natürlichen Bewegungsdranges überall stören. Es müssen pädagogisch sinnvolle Spielplätze, Aktionsräume und Aufenthaltsräume für alle Altersgruppen unter Einbeziehung von Elterninitiativen, Pädagogen, Kirchen und Vereinen geschaffen werden. Besonders positive Beispiele sind der Speyerer Waldkindergarten, der zeigt, was Initiative von Privatpersonen Wunderbares an Freiräumen und Fördermöglichkeiten für Kinder zu schaffen vermag und für Jugendliche die BMX-Bahn in Speyer-Nord.